Landesgruppe Hessen    
   
  Zeitmessung Übungsveranstaltung 
  am 7.April 02 der Landesgruppe Hessen 
   
 

Der "ASC-Nachwuchs" am Start

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Den Profis auf der Spur oder „wo liegt eigentlich das Geheimnis der Profirallyefahrer?“, war das Motto der Sonntäglichen Übungsveranstaltung der LG Hessen. Für den durchschnittlichen Rallye- besser Orientierungsfahrer ist es immer wieder verwunderlich, wie die Teams auf den vorderen Plätzen die geforderten Zeitvorgaben, Schnitte oder sonstige mit der Stopuhr zu bewältigende Aufgaben, lösen. Die Genauigkeit die hier an den Tag gelegt wird erscheint geradezu frappierend. Für einen „Uneingeweihten“ in diese Kunst kommt das Ganze einem Geheimnis nahe. Auf die 100stel Sekunde genau. Wie machen die das nur?

SB Fleischmann, Sportreferent der Landesgruppe, hatte beschlossen Licht in die Dunkelheit zu bringen und interessierten Rallyefahrern Gelegenheit zu geben ihr Können zu verbessern. Heraus kam für manch Einen neben dem „Aha-Erlebnis“, geradezu ein Quantensprung an Genauigkeit bezüglich derartiger Aufgabenstellungen.

 Die Veranstaltung fand ohne großen Organisationsaufwand auf einem profanen Supermarkt Parkplatz in der Nähe von Altenstadt statt. Es zog zwar ein stetiger kalter Wind über den Platz, aber die Sonne sorgte schon mit einigen Frühlingsstrahlen für eine Erwärmung. Aufgebaut war eine Messstrecke mit einer Messung per Schlauch und einer per Lichtschranke.

Erster Schritt zu einem befriedigenden Ergebnis ist das Anbringen von diversen Peilkanten am Fahrzeug, einmal für die Lichtschrankenauslösung und zum Anderen für die Auslösung per Schlauch. Beide Varianten erfordern unterschiedliche Peilkanten am Auto und führen zu Abweichungen im Sekundenbereich! 

Für diesen ersten Part wurde relativ viel Zeit pro Fahrzeug benötigt. SB Fleischmann verwendete einige Mühen zur Ermittlung der Peilpunkte,  

SB Fleischmann

da diese auf Grund der unterschiedlichen Fahrzeuggeometrie stark differierend angebracht werden müssen.

Nach der verhältnismäßig aufwendigen „Eichung“ der Fahrzeuge konnte es endlich zur Erprobung der neu erworbenen Kenntnisse kommen. Als Testparkcour dienten Bäume und Parkplatzmarkierungen. Die Teststrecke selbst sollte in einer Zeit von exakt 55 Sekunden durchfahren werden. Die eigentliche Länge der Strecke spielt dabei eher eine untergeordnete Rolle. Selbstredend muss vom Team während der Prüfung obendrein noch die Koordination der Peilung und die Auslösung der Stopuhr koordiniert werden. Eine repräsentative Aufgabe wie Sie bei fast allen FIVA Veranstaltungen gefordert wird. Jeder der schon einmal eine Oldtimer Orientierungsfahrt bestritten hat kennt derartige Messungen. Das genau galt es zu  üben. 

Jedes Fahrzeug ging insgesamt 6 mal an den Start. Interessant war hierbei zu beobachten das bei durchweg allen teilnehmenden Teams die Genauigkeit der Messung von Runde zu Runde verbessert wurde. Dabei wurden in den letzten Durchgängen fast durchgängig Genauigkeiten im Sekundenbereich erreicht. Ein erstaunliches Ergebnis an das vorab keiner so recht geglaubt hatte. Beste Teilnehmer und Sieger des Tages war das Team SB Giffhorn/Giffhorn mit einer Tagesbestrunde von 0,02 Sekunden Differenz und einer durchschnittlichen Abweichung über alle 6 Messungen von 0,222 Sekunden.

"Richtig, das Üben hat geholfen". Präsident SB Dr.Scheffler und SB Giffhorn.

Man kann gespannt sein wie sich diese Übungen auf den praktischen Einsatz auswirken werden. Eine super Idee des Sportreferenten, wobei sich die Anwesenden spontan für eine Wiederholung der Übungsveranstaltung aussprachen.

SB Frank Schädlich