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Profis auf der Spur oder „wo liegt eigentlich das Geheimnis
der Profirallyefahrer?“, war das Motto der Sonntäglichen Übungsveranstaltung
der LG Hessen. Für den durchschnittlichen Rallye- besser
Orientierungsfahrer ist es immer wieder verwunderlich, wie die
Teams auf den vorderen Plätzen die geforderten Zeitvorgaben,
Schnitte oder sonstige mit der Stopuhr zu bewältigende
Aufgaben, lösen. Die Genauigkeit die hier an den Tag gelegt
wird erscheint geradezu frappierend. Für einen
„Uneingeweihten“ in diese Kunst kommt das Ganze einem
Geheimnis nahe. Auf die 100stel Sekunde genau. Wie machen die
das nur?
SB
Fleischmann, Sportreferent der Landesgruppe, hatte beschlossen
Licht in die Dunkelheit zu bringen und interessierten
Rallyefahrern Gelegenheit zu geben ihr Können zu verbessern.
Heraus kam für manch Einen neben dem „Aha-Erlebnis“,
geradezu ein Quantensprung an Genauigkeit bezüglich
derartiger Aufgabenstellungen.
Die
Veranstaltung fand ohne großen Organisationsaufwand auf einem
profanen Supermarkt Parkplatz in der Nähe von Altenstadt
statt. Es zog zwar ein stetiger
kalter Wind über den Platz, aber die Sonne sorgte schon mit
einigen Frühlingsstrahlen für eine Erwärmung. Aufgebaut war eine Messstrecke mit einer Messung per
Schlauch und einer per Lichtschranke.
Erster
Schritt zu einem befriedigenden Ergebnis ist das Anbringen von
diversen Peilkanten am Fahrzeug, einmal für die
Lichtschrankenauslösung und zum Anderen für die Auslösung
per Schlauch. Beide Varianten erfordern unterschiedliche
Peilkanten am Auto und führen zu Abweichungen im
Sekundenbereich!
Für
diesen ersten Part wurde relativ viel Zeit pro Fahrzeug benötigt.
SB Fleischmann verwendete einige Mühen zur Ermittlung der
Peilpunkte,
SB Fleischmann
da diese auf Grund der unterschiedlichen
Fahrzeuggeometrie stark differierend angebracht werden müssen.
Nach
der verhältnismäßig aufwendigen „Eichung“ der Fahrzeuge
konnte es endlich zur Erprobung der neu erworbenen Kenntnisse
kommen. Als Testparkcour dienten Bäume und
Parkplatzmarkierungen. Die Teststrecke selbst sollte in einer
Zeit von exakt 55 Sekunden durchfahren werden. Die eigentliche
Länge der Strecke spielt dabei eher eine untergeordnete
Rolle. Selbstredend muss vom Team während der Prüfung obendrein
noch die Koordination der Peilung und die Auslösung der
Stopuhr koordiniert werden. Eine repräsentative Aufgabe wie Sie bei fast allen
FIVA Veranstaltungen gefordert wird. Jeder der schon einmal
eine Oldtimer Orientierungsfahrt bestritten hat kennt
derartige Messungen. Das genau galt es zu
üben.
Jedes Fahrzeug ging insgesamt 6 mal an den
Start. Interessant war hierbei zu beobachten das bei durchweg
allen teilnehmenden Teams die Genauigkeit der Messung von
Runde zu Runde verbessert wurde. Dabei wurden in den letzten
Durchgängen fast durchgängig Genauigkeiten im
Sekundenbereich erreicht. Ein erstaunliches Ergebnis an das
vorab keiner so recht geglaubt hatte. Beste Teilnehmer und
Sieger des Tages war das Team SB Giffhorn/Giffhorn mit einer
Tagesbestrunde von 0,02 Sekunden Differenz und einer
durchschnittlichen Abweichung über alle 6 Messungen von 0,222
Sekunden.
"Richtig, das Üben hat geholfen". Präsident
SB Dr.Scheffler und SB Giffhorn.
Man
kann gespannt sein wie sich diese Übungen auf den praktischen
Einsatz auswirken werden. Eine super Idee des Sportreferenten,
wobei sich die Anwesenden spontan für eine Wiederholung der
Übungsveranstaltung aussprachen.
SB
Frank Schädlich
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