Historie der Landesgruppe Hessen    
  Auf diesen Seiten können Sie etwas über die Historie der Landesgruppe Hessen und des ASC insgesamt erfahren.

 

Historie  zum „Allgemeinen Schnauferlclub“, besonders der LG Hessen

 

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Das Clubleben des ASC spielte sich in den Gründerjahren häufig in Mannheim und besonders in Berlin ab. Schon in den 20-er Jahren hatte dann jedoch eine Verlagerung der Clubaktivitäten in die Regionen, z.B.Köln 1927, begonnen und die 30-er Jahre brachten dann die offizielle Organisation erster Landesgruppen, wie die Traditionslandesgruppe, Berlin, Hamburg 1938 hervor (25 Mitglieder konnten eine neue Landesgruppe gründen).

Nach dem Krieg wurden 1949 die schon vor dem Krieg bestehenden regionalen Strukturen neu belebt, reaktiviert oder abgeteilt, so z.B. 1950 die LG Hessen, die aus der 1949 reaktivierten Traditionslandesgruppe Baden-Pfalz-Hessen als selbständige Landesgruppe hervorging. Vor 1950 war unpolitischen Vereinen offiziell die Tätigkeit untersagt.

Besonders der bayerische Raum wurde durch Neugründungen interessant. So wurde 1952 die LG Nordbayern und 1953 die LG Südbayern installiert. Aus der sehr alten Kölner-Sektion (1927) entstanden nach dem Krieg die LG Westfalen (1968), Rheinland, Rhein-Ruhr (1974) und Westfalen-Süd (1971). Aus der LG Hamburg splittete sich die LG Niedersachsen ab (1958).

Zuletzt wurde 1998 die LG Sachsen / Sachsen-Anhalt durch die LG Südbayern initiiert und gegründet.Für Hessen bedeutet dies, das Jahr 1938 ist das Gründungsjahr im Verbund mit der Traditionslandesgruppe Baden-Saar-Pfalz-Hessen.

1950 ist das Gründungsjahr als eigene Landesgruppe Hessen.

In der neben stehenden Zeichnung aus dem Jahr 1951 erscheint noch der Name „HESSEN“ im Verbund mit der Traditionslandesgruppe. In der folgenden Schautafel ist das Zusammenspiel der Landesgruppengründungen zu ersehen:

 

Persönlichkeiten aus der LG Hessen

Einige Persönlichkeiten aus der LG Hessen konnten überregional im Gesamtclub wirken

 

      

 

H.G.Schoof

Dipl.Ing., Geschäftsführer der “Glyco Metallwerke” in Wiesbaden, war von 1950 bis 1955 Präsident der Landesgruppe Hessen, von 1955 bis 1960 Gesamtpräsident bis zu seinem überraschenden Tod, war Präsident des Dachverbandes „International Federation of Veteran Car Clubs (Vorläufer der FIVA).

          

              

 

Konsul Peter Merck

Geschäftführer der Merck AG, war Sportpräsident im Gesamtclub in den 60-er Jahren, Organisator der 60.ASC-Jubiläumsrallye Wiesbaden-Mannheim-Wiesbaden, fuhr u.a. einen franz. “Mors“, den er später dem Deutschen Museum stiftete.

 

     

 

 

ESB Adam Pleines

Ing., Bremsenkonstrukteur bei Teves, war von 1956 bis 1967 Präsident der LG Hessen, war Referent im engeren Präsidium für Industriebeziehungen und Sonderaufgaben, war zuletzt Vizepräsident im Gesamtclub

          

Michael Graf Wolff-Metternich

War Sportreferent in der LG Hessen, Mitinitiator der 1.Hessenrallye 1968 und der 1. Winterrallye „Rund um Schotten“, war Vizepräsident der LG Hessen, war Vizepräsident im Gesamtclub, war Pressereferent im Gesamtclub, damit verantwortlich für die Clubzeitschrift als Beilage in der „Motor Klassik“

 

 

Die Ehrenschnauferlbrüder der LG Hessen

Ehrenschnauferlbrüder wurden und werden laut Satzung Mitglieder, die sich in langjähriger Mitgliedschaft in besonderer Weise durch aktive Teilnahme um den ASC verdient gemacht haben und in der Mitgliederhauptversammlung mit einer zweidrittel Mehrheit dazu ernannt werden. Diese hochgesteckten Ziele haben im Laufe der Zeit immerhin 5 Schnauferlbrüder aus unserer Landesgruppe erreicht.

Von den bisher 49 ESB des ASC steuert die LG Hessen somit einen stolzen Anteil an besonders zu ehrenden Schnauferlbrüdern bei.

 

                                

 

ESB Dr. August Maaß

Seit 1950 Mitglied und 1998 verstorben. Er war von 1974 bis 1979 Schriftführer der LG und hat besonders das gesellschaftliche Wohlergehen des Clubs gefördert

                                

 

 

ESB Dr. Ove Rasmussen

Seit 1951 Mitglied und 1995 verstorben. Er ist der Sohn von DKW-Gründer Jörgen-Skafte Rasmussen. Die kulturhistorische Pflege der Marke DKW dokumentiert sich in seinem Museum in Hanau-Maintal.

                               

 

 

ESB Dr. Maier-ten Doornkaat

Von Beruf Zahnarzt und seit 1970 Mitglied und 1990 vestorben. Er war 15 Jahre Präsident der LG  Hessen bis 1988. Das Gesellschaftsleben und das Fahraktive wurde besonders unterstützt. Als Verantwortlicher der XXV ASC Rallye und damit der 80 Jahrfeier des ASC und XXVI ASC Rallye ein Jahr später in Kassel überzeugte er durch souveräne Führung.

                               

 

 

ESB Erhard Trittmann

Als Dipl. Kaufmann in der Automobilzulieferbranche  für Kunststoffe und Stahlprodukte besonders für Opel tätig. War von 1976 bis 1985 Schatzmeister der LG Hessen und beteiligte sich besonders rege am Clubleben. 1993 ist er leider verstorben. Sein Sohn Dr. Rolf Trittmann ist ebenfalls Mitglied in unserer Landesgruppe.

                                

ESB Adam Pleines

Ing., Bremsenkonstrukteur bei Teves, war von 1956 bis 1967 Präsident der LG Hessen, war Referent im engeren Präsidium für Industriebeziehungen und Sonderaufgaben, war zuletzt Vizepräsident im Gesamtclub

   
Die traditionelle Rallye der LG Hessen - Schotten Winterrallye -

1. und 2. Hessenrallye „Rund um die Feste Otzberg“ 1968 und 1969. Bei der 2.Rallye gab es Protest durch Vizepräsident Pleines, da für die Rallye nur 30 Fahrzeuge von 1920-39 zugelassen waren und somit einem Großteil der Oltimerszene die Teilnahme versagt blieb. Daraufhin änderte Graf Wolff-Metternich das Konzept und die heftig diskutierte 1. Schottenrallye wurde als Winterrallye etabliert.

Diese wurde zuerst nach FIVA-Regeln bis Baujahr 1930 ausgeschrieben und auf 25 Fahrzeuge beschränkt. Trotz anfänglicher Bedenken ist die Schotten Winterrallye einer der ältesten Traditionsveranstaltungen im ASC geblieben und erfreut sich zum Leidwesen des Veranstalters wachsender Beliebtheit (wegen begrenzter örtlicher Begebenheiten).

 
 

Nationale und Internationale Rallies der LG Hessen

1969     XIV Deutsche Schnauferlrallye Bad Homburg (Gordon Bennett Gedächtnisfahrt) unter Präsident Fröhlich

1980     XXV Deutsche Schnauferlrallye in Frankfurt unter Präsident Dr. Maier-ten-Doornkaat

1981     XXVI Deutsche Schnauferlrallye in Kassel anlässlich der Bundesgartenschau (Dr. Maier-ten-Doornkaat)

1992     XXXVII Deutsche Schnauferlrallye in Fulda (unter Präsident M. Kronenberger)

2000     XLV Deutsche Schnauferlrallye, 100 Jahre ASC, FIVA World Rallye, Sternfahrt von Hamburg, Berlin, München, Stuttgart und Köln     nach Bad Homburg-Wiesbaden unter Präsident Dr. Ralph Scheffler.

2003     1.ASC-Spargelfahrt in Langen für PS schwache Oldtimer bis 18 PS unter SB Peter-David Göhr

2004     Gordon Bennett Rennen, 100 Jahre Gedächtnisrennen auf originaler Rennstrecke um Saalburg-Bad Homburg mit möglichst   zeitgerechten Rennwagen (unter SB Dieter Dressel, Vizepräsident LG Hessen)

2007  Kaiserpreisrennen, (unter SB Dieter Dressel)

2010  LV Deutsche Schnauferlrallye, „Auf den Spuren der Prinz Heinrichfahrt von 1910“, in Bad Homburg unter Präsident Dr. Ralph Scheffler

 
Schnauferlbälle zur IAA

Als besondere Traditionsveranstaltung hat sich schon zum ersten mal 1906 anlässlich der jeweiligen Automobilausstellung in Berlin das gesellschaftliche Ereignis, der „Schnauferlball“ in der Kroll-Oper, etabliert. Dieser wurde durch den ASC ausgerichtet. Nach dem 2.Weltkrieg wurde zuerst zusammen mit dem ADAC und dem AvD der durch den ASC ,LG Hessen, organisierte „Schnauferlball“ anlässlich der IAA alle 2 Jahre durchgeführt. Nach Differenzen mit dem AvD in den 60-er Jahren war der ASC, durch Vizepräsident Ernst-Wilhelm Sachs gefördert, Alleinveranstalter des Balls im Interconti in Frankfurt. Leider wurde aus wirtschaftlichen Gründen diese Tradition in den späten 70-er Jahren nicht weiter verfolgt.

 
Clublokale der LG Hessen

Offensichtlich taten sich die jeweiligen Verantwortlichen in der Wahl des Clublokals für die LG Hessen schwer. So fand das Treffen in folgenden verschiedenen Lokalitäten statt:

  • 1950-58 Haus der Gesellschaft für Handel, Industrie und Wissenschaft in Frankfurt,
  • 1959-63 Thomasbräu in Frankfurt,
  • 1964-66 Börsenkeller in Frankfurt,
  • 1966-73 Frankfurter Hof,
  • 1974-76 Karrenberg in Frankfurt,
  • 1977-85 Börsenkeller in Frankfurt,
  • 1986-89 Pusteblume in Frankfurt,
  • seit 1990 Hotel Waldlust in Oberursel.

Bis 1967 Treffen jeden Montag von 18.00 bis 20 Uhr, dann jeden 1.Montag mit Damen, die anderen Montage ohne Damen, in den 70-er Jahren jeden 1.und 3.Montag Treffen, jeden 2.Dienstag im Monat Treffen der Junioren, Bastler, Fahrer und Techniker, ab 1989 jeden 1.Montag im Monat Treffen.

 

Anzugsordnung des ASC

Bemerkenswert war eine früher herausgebrachte einheitliche Kleiderordnung bei ASC Veteranen-Veranstaltungen (1962): 

  • Schwarze Halbschuhe,
  • Hose uni grau,
  • Jacke dunkelblauer Blazer einreihig mit Goldknöpfen,
  • Hemd weiß,
  • Schiffermütze dunkelblau mit Tuchschild. 

Abschließend sei noch erwähnt, dass seit der Gründung und auch lange nach 1945 der allgemeine Gruß unter Schnauferlbrüdern bei Korrespondenzen  „Schnauferl - Heil“ hieß. Dies war stets nur als Sportgruß aufzufassen.